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Neueröffnung der Schrannenhalle in München

Die
Schranne, eine Halle mit Geschichte
Am Anfang steht ein ordnungsliebender
bayerischer König.
Maximilian II. stört das Geschrei der Kornhändler am Platz vor dem
Rathaus. Der
Getreidemarkt soll umziehen. Ingenieur
Franz Karl Muffat entwirft ein spektakuläres Gebäude für Kornhandel am
Viktualienmarkt. In der Rekordzeit von nur zwei Jahren wird der 430 Meter lange Hallen-Komplex mit zwei steinernen Kopfbauten und einem Mittelbau fertig gestellt.
1853 eröffnet die Schrannenhalle: Ein Wunder der Technik, avantgardistisches Zeichen einer neuen Baukultur aus Schmiedeeisen und Glas. Doch die verkehrsgünstiger gelegene
Großmarkthalle im Süden macht der Schranne bald Konkurrenz.
Leerstehende Bereiche des
Getreidemarktes werden bald für kleinere Märkte genutzt. 1914 montiert man die Gusseisenhalle dann zur Hälfte ab und hinterlässt den zum
Viktualienmarkt hin gelegenen Teil, der 1932 bei einem Brand zerstört wird. Bis auf das Gebäude der Freibank am Kopfende gibt es die Schrannenhalle nicht mehr.
Doch 50 Jahre später entdeckt
Stadthistoriker Volker Hütsch im Gaswerk ein Lagergebäude, das aus einem Teilabschnitt der
Schrannenhalle – 110 Meter lang und 25 Meter breit – umfunktioniert worden war. Eine Sensation.
Der Stadtrat beschließt, die
Schrannenhalle wieder aufzubauen – am historischen Platz.
2003 beginnt die Wiedererrichtung, bei der das erhaltene Teilstück am Originalstandort verbaut und durch ein modernes Eckgebäude erweitert wird. 2005 wird Eröffnung gefeiert. Doch das Konzept der Betreiber geht nicht auf, die Halle schließt.
Im Herbst 2011 ist Wiedereröffnung – als neue, alte Markthalle.